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Steampunk – Kleidung und Kostüme

Der Begriff Steampunk stammt eigentlich aus einer literarischen Strömung aus den 80er Jahren, er weitete sich jedoch in der folgenden Zeit zu einer Subkultur aus. Anhänger des Steampunk können auch als Vertreter des New Romance bezeichnet werden. Der Steampunk gilt als Retro-Futurismus, das viktorianische England wird romantisiert und verklärt dargestellt. Als Vorläufer des Steampunk gelten Jules Verne und H.G. Wells, welche die technischen Möglichkeiten ihrer Zeit in die Zukunft übertrugen, in der sich dann dampfgetriebene Maschinenmonster tummelten.

Diese Verklärung des viktorianischen Zeitalters triffft den Nerv der Steampunks voll und ganz. Schließlich ist ihr Erkennungszeichen nicht zu übersehen: Phantasievolle Kostüme im Retro-Look, teilweise kombiniert mit Uniformteilen, die realen Vorbildern aus dem 18. und 19. Jahrhundert nachempfunden sind. Das Gesicht ist sehr hell bis leichenblass geschminkt, wobei Augen- und Mundpartie mit Kajal extrem betont werden. Dieser blasse Teint ist dem Schönheitsideal des viktorianischen Englands nachempfunden.

Das Steampunk-Kostüm

Die Anhänger lassen sich ihr Outfit einiges Kosten, denn ein echtes Steampunk-Kostüm ist oft per Hand geschneidert. Perfektioniert wird das Aussehen mit Accessoires, die natürlcih ebenfalls im Steampunk-Design gehalten sind. Das Outfit für Frauen besteht meistens aus einem Rock oder einem Kleid mit Unterrock, einem Korsett und eleganten Handschuhen. Reit- oder Fliegerjacken machen das Outfit perfekt.

Musikalisch stehen die Steampunks wie alle Anhänger der Gothic-Bewegung dem New Wave nahe. Als typische Bands für diese Richtung gelten Visage, Culture Club, Duran Duran, Adam & The Ants und Spandau Ballet. Den musikalischen Höhepunkt erlebte diese Richtung Anfang der 80er. Die Musiker arbeiteten nicht unter künstlerischen Gesichtspunkten, sondern eher chartorientiert. Statt auf musikalische Neuerungen setzten sie auf die Optik. Dass diese Strategie aufging, verdankten sie nicht zuletzt den Musikvideos, die etwa zeitgleich von der Musikindustrie als Marketinginstrument entdeckt wurden.

Die Musik der Steampunks

Die musikalischen Wurzeln des Steampunk wie der gesamten Gothic-Bewegung finden sich in London. Als ein Begründer dieser Richtung gilt der Kunststudent Steve Strange. Er hatte, gelangweilt vom Punk, Ende der 70er begonnen, im Billy´s Club regelmäßig David Bowie- und Roxy Music-Nächte zu veranstalten. Diese wurden ein so großer Erfolg, dass er 1979 in den größeren Club Blitz wechseln musste. Dort war er auch Türsteher und begründete den Kult dadurch, dass er nur Gäste mit einem möglichst extremen und auffälligen Outfit einließ. Der Club avancierte schnell zu einem Schmelztiegel von Glam Rock, New Wave und Punk. Diese Mischung war die Wiege für die später erfolgreichen New Romance-Bands. Ein Revival erlebte der Steampunk Mitte der 90er Jahre.

Mit ein Grund für den überragenden Erfolg dieser neuen Richtung dürfte natürlich auch die Tatsache sein, dass die englische Presse die jungen Steampunks bald als neues Feindbild entdeckt hatte und dadurch unfreiwillig Werbung für sie machte. Diese Subkultur polarisierte, weil sie sich von der Realität, die von hoher Jugendarbeitslosigkeit geprägt war, bewußt abkehrte und wurde vielfach als elitär und dekadent empfunden. Die Protagonisten hatten ihr Ziel erreicht: Sie grenzten sich von der breiten Masse sehr deutlich ab.

Links zum Thema Steampunk

https://de.wikipedia.org/wiki/Steampunk
http://www.steampunk.de/