Cyber-Gothic - Kleidung & Accessoires - Gothic Shop Skip to main content

Cyber-Gothic

Der Cyber-Gothic, entstand wahrscheinlich um den Milleniumswechsel und versteht sich als neue Definition des Tanzes und der Illustration von Mode. Der Szene ist es besonders wichtig, möglichst futuristisch zu wirken, wobei man klar erkennen kann, dass einzelne Stilrichtungen aus anderen Szenen in den eignen Stil mit implementiert werden. Ein Beispiel dafür stellt ganz klar die Trance -und Techno Szene da, aus der viele Elemente für den eigenen „Look“ Kopiert und weiter verfeinert werden.

Dominierende Farbe ist auch hier zumeist Schwarz in Anlehnung an die Schwarze Szene. Jedoch können sehr viele „Cyber – Goths“ beobachtet werden, die sich in einen komplett neonfarbenen Dress gekleidet haben. Darüberhinaus spielen extreme Farbelemente wie Neon grün, verschiedenste Chromtöne und auch Pink ein wichtiges Stil –und Kombinationsmittel der Szene, die in all ihren Facetten zur Anwendung kommen.

Der Cyber-Gothic-Stil

Anhänger dieses Stils setzten sich oftmals in Plateauschuhen, oder Springerstiefeln in Szene. Dazu werden Kombinationen aus engen Hose und Westen getragen. Beliebt sind aber auch neongrelle Technohose, Jacken und Shirts, sowie Brustpanzer oder Netztextilien. Auch Kleidungskombinationen aus dem Bondagebereich kommen oftmals zum tragen und werden Ideenreich miteinander kombiniert.

Abgerundet und wohl endgültig der Zukunft zuzuschreiben wird das Bild dann durch häufig auftretende Stilmittel wie dem tragen von Gasmasken, Schutzbrillen oder eines Mundschutzes. Auch die Bestückung der Kleidung mit zahlreichen selbstverständlich funktionierenden LEDs und Leiterplatten konnte bereits vermehrt beobachtet werden. Einige tragen auch Abzeichen die auf -Biologische Kampfstoffe- oder- Atomar verseuchten Müll- hinweisen. Der Trenddabei soll jedoch relativ schnell zu selbst entworfenen Logos gegangen sein. Der Fantasie sind somit kaum Grenzen gesetzt.

Auch so genannte Dreadlocks aus Kunsthaar sind beliebte Stilmittel die jedoch schnell durch die s.g. Cyberlox abgelöst wurden und sich schnell einer vermehrten Beliebtheit erfreuten, da diese zum einen um einiges preiswerter sind, sich leichter verarbeiten lassen und zum anderen nicht so viel wiegen. Auch die Herstellungskosten betragen lediglich einen Bruchteil der Dreadlocks. Man bekommt sie ich allen nur erdenklichen Längen, Größen, Farben und Funktionen. Ursprünglicherweise werden diese Cyberlox als Verpackband in den USA verwendet und wurde für die Szene somit „zweckentfremdet“ . Befestigt werden die Schläuche auf einer Haarklammer oder mit Schnüren, die dann wiederum im Haar des „Cybergoth“ den gewünschten Effekt erzielen sollen.

Die Abgrenzungen unter sich ähnelnden Kultur- und Musikszenen sind nicht immer einfach zu definieren. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Cybergoths nicht nur irrtümlich diesen Namen tragen, sonder außerdem fälschlicher der Gothicszene zugerechnet werden. Sind die Vertreter der eigentlichen Gothicszene für ihre eher melancholisch bis düstere Erscheinung bekannt, bildet der gemeinsame optische Bogen bei den Cybergoths wohl eine futuristische Anmutung, die sie in rein visueller Weise besonders von den als „Goths“ bekannten Dark Wave-Adepten abgrenzt. Insgesamt sind Cybergoths darüber hinaus um ein Vielfaches weniger anfällig gegenüber esoterischen Strömungen – vielmehr ist eine große Nähe zur Rave- und Technoszene erkennbar, groteske Accessoires wie Gasmasken oder künstliche Dreadloks siedeln sie fast näher zum Industrial-Rock an.

Industrial Goth?

Doch gerade die Unterscheidung in Hinblick auf die musikalischen Einflüsse ist hier von ausschlaggebender Bedeutung. Während viele Dark Waver in mehr oder minder direkter Weise auf Bands wie The Cure, Joy Division oder  The sisters of Mercy verweisen, sind Cybergoths besonders der Techno- und Ravebewegung zugetan. Repräsentative Bandnamen innerhalb dieser Szene sind beispielsweise Angelspit, Esenfunk, Feindflug oder Chombichrist und Noisuf-X, um nur einige zu nennen – allesamt Bands, die sich durch einen ravenden und technoziden Charakter auszeichnen und kaum ein Massenpublikum außerdem der Cybergoth-Szene erreichen. Für den Auftritt in besonders unter Cybergoths bekannten Szenetreffs legen diese und ihre Fans aufwändige Ver-Kleidungen an, mit denen sie außerhalb dieser Szene kaum öffentlich in Erscheinung treten.

Futuristisches Stament

Darüber hinaus entleihen Cybergoths teilweise ihren Kleidungsstil der so genannten Visual-Kei-Mode – eine asiatische Ausprägung einer besonders bunten und auffälligen Modeerscheinung, die für Cybergoths in dieser extremen Form kaum relevant ist, auch wenn ihnen die Glam-Rock-Attitüde der siebziger Jahre und teils Manga-Charakter anhaftet. Wer im Auftreten von Cybergoths nach sozialkritischen Statements sucht, wie sie eher im Dark Wave zu finden ist, wird eher auf indirekte Art fündig. So lassen sich die teils sehr befremdenden und entrückten Outfits durchaus als trüber Ausblick in eine mechanisierte Zukunft deuten, in der der sich der Mensch der nuklearen Bedrohung ausgesetzt sehen wird. Die Musik betont diese Zukunftsausrichtung ebenfalls durch eine aggressive Grundspannung, die sich teilweise aus Technobeats nähert aber sich auch mit befremdend-agressivem Gesang vermischt. Doch auch unter Cybergoths selbst lassen sich – jenseits der eigentlichen Outfits – undeutliche Position ausfindig machen: Während ein großer Teil von Cybergoths ihre Nähe zum Dark Wave schlichtweg bestreiten würde, fühlen sich wiederum andere der Gothicszene durchaus zugehörig.

Links zum Thema Cyber-Gothic

https://de.wikipedia.org/wiki/Cyber_(Jugendkultur)